Nicht rechts. Nicht links. - Sondern selbst denken
AKTUELLES
Die KEHRTWENDE – Bad Homburg hat im Zusammenhang mit dem
laufenden Förderverfahren zur Verlängerung der U-Bahnlinie U2 eine erneute
Prüfung der Wirtschaftlichkeit sowie möglicher Alternativen gefordert.
Hintergrund ist die erhebliche Kostensteigerung des Projekts
von ursprünglich rund 55 Millionen Euro im Jahr 2009 auf
inzwischen etwa 200 Millionen Euro. Trotz dieser Entwicklung wird
weiterhin ein Nutzen-Kosten-Index von etwa 1,5 angegeben, der nur knapp
über der Fördergrenze liegt. Der errechnete Nutzen muss also mit den steigenden
Kosten „mitgewachsen“ sein.
Besonders kritisch sieht die KEHRTWENDE die fehlende
Transparenz hinsichtlich der zugrunde liegenden Berechnungen. Die ursprüngliche
Nutzen-Kosten-Untersuchung aus dem Jahr 2009 basierte auf Fahrgastzahlen, bei
denen auch Frankfurter Binnenverkehre berücksichtigt wurden.
Es stellt sich die Frage, in welcher Form diese Annahmen
in der aktuellen Bewertung korrigiert wurden. Dennoch wird weiterhin ein
vergleichbarer Nutzen-Kosten-Index 1,5 genannt, was zusätzlichen Klärungsbedarf
auslöst.
Vor diesem Hintergrund bringt die KEHRTWENDE eine konkrete
Alternative in die Diskussion ein: die Errichtung einer S-Bahnstation
Gonzenheim. Diese Option ist nicht neu, sondern bereits im Flächennutzungsplan
2010 vorgesehen. Eine solche Maßnahme könnte mit deutlich geringeren
Investitionskosten im Bereich von etwa 5 bis 20 Millionen Euro umgesetzt werden
und dennoch einen erheblichen Teil der verkehrlichen Zielsetzung der
U2-Verlängerung erreichen.
Nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeitsbewertung
könnte eine solche Alternative ein deutlich höheres Nutzen-Kosten-Verhältnis
aufweisen. Gleichzeitig würden aktuelle Risiken wie steigende Baukosten,
Energiepreise und Unsicherheiten in den Lieferketten deutlich geringer ins Gewicht
fallen.
Die KEHRTWENDE fordert daher eine vergleichende Prüfung,
in der sowohl die aktuelle Datengrundlage der U2-Verlängerung als auch mögliche
Alternativen nachvollziehbar bewertet werden.
U2 Bad Homburg: Fachaufsichtsbehörde antwortet.
Doch zentrale Fragen bleiben offen !
Bad Homburg, 09. April 2026
Die KEHRTWENDE – Bad Homburg hat eine Rückmeldung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen auf ihre Fachaufsichtsbeschwerde vom 03.01.2026 zur U2-Verlängerung erhalten.
Die Antwort enthält jedoch keine inhaltliche Auseinandersetzung mit den wesentlichen Kritikpunkten.
Gegenstand waren unter anderem die fachliche Prüfung nach:
Fehler bei der Bewertung der Nutzen-Kosten-Untersuchung 2009,
widersprüchliche Behördenaussagen sowie
erhebliche offene Fragen zur Finanzierung
und zum Baubeginn der U2-Verlängerung
ohne dass eine aktuelle NKU 2025 und ein Fördermittelbescheid vorliegt.
Insbesondere bleibt weiterhin ungeklärt, auf welcher aktuellen wirtschaftlichen Grundlage das U2-Projekt bewertet wird.
Die Fachaufsicht als Prüfbehörde für Entscheidungen untergeordneter Behörden wie z.B. Hessen-Mobil führt aus, dass die Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) aus dem Jahr 2009 keine maßgebliche Entscheidungsgrundlage gewesen sei. Jedoch wurde gleichzeitig diese Untersuchung im Planfeststellungsbeschluss 2016 sowie im Bürgerentscheid 2018 als zentrale Grundlage für die Wirtschaftlichkeit des U2-Projekts herangezogen. (NK-INDEX = 2,15)
Zudem ist eine neue NKU (2025) bislang nicht öffentlich zugänglich, obwohl sie nach aktuellen Pressemitteilungen bereits erstellt und an den Bund übermittelt worden sein soll. Ein Antrag auf Fördermittel des Bundes sei damit verbunden. Bisher liegt offiziell kein solcher vor.
Vor dem Hintergrund steigender Baukosten, geopolitischer Unsicherheiten mit Preisexplosion und Lieferketten-Engpässen, sowie fehlender Transparenz sieht die KEHRTWENDE – Bad Homburg erheblichen Klärungsbedarf.
1. „S-Bahnstation Bad Homburg Haberweg – die bessere Lösung für unsere Stadt!“
Unser Ziel:
Statt einer komplizierten, teuren U-Bahnverlängerung setzen wir auf eine clevere Lösung.
Unsere Vision für Bad Homburg:
Wir wollen eine neue S-Bahnstation „Bad Homburg Gonzenheim - Haberweg“, direkt an der heutigen U2-Endhaltestelle Gonzenheim. So bekommen wir mehr Mobilität, mehr Fahrgäste und eine bessere Verbindung, ohne Bad Homburg auf lange Zeit zu ruinieren.
Unser Versprechen:
Sollte sich das Bauvorhaben der unterirdischen Verlängerung der U-Bahnlinie U2 zum Bahnhof Bad Homburg zerschlagen, kämpfen wir für eine verkehrlich sinnvolle, schnelle und bezahlbare Alternative.
Das Kurhaus ist das Herz Bad Homburgs. Wir setzen aufErhalt, Sanierung und kreative Neunutzung–kein Abriss, keine Spielbank.
Die Idee in Kürze
Erhalt des Kurhauses (Baujahr 1984) als Teil unserer Stadtgeschichte
Neuer, offenerKurhaus-Vorplatzmit Licht, Leben und Begegnung
Gastronomie auf dem Dachmit Blick über die Stadt
Neuer, repräsentativerTheaterzugang vom Schwedenpfad
Keine Busse und Taxis vor dem Kurhaus– Verkehr unterirdisch geführt
Der Standpunkt Keine jahrelange Baustelle, kein teurer Neubau, kein Glücksspiel im Stadtzentrum. Stattdessen einlebendiges Kultur- und Begegnungszentrumfür Bürger und Gäste.
Bad Homburg steht seit jeher für Heilung und Erholung. Diese Stärke wollen wirneu beleben.
Unser Ziel: Menschen mitLong Covid und vergleichbaren Erkrankungenbesser versorgen. Bad Homburg kann eine Versorgungslücke schließen – mitSpezialisten, moderner Diagnostikund einernaturnahen Umgebung, die Heilung unterstützt.
Die Idee Eine bestehende Klinik wird zurSpezialklinik für Corona-Folgen. Medizinische Expertise, moderne Labortechnik und die Tradition des Kurwesens greifen ineinander.
Bad Homburg wird wieder ein Ort für Gesundheit, Genesung und Hoffnung.
4. Energie & Versorgung – kommunal, sicher, bezahlbar
Energiepolitik wird in Berlin und Brüssel entschieden – die Folgen tragen die Kommunen vor Ort. Neue Vorgaben, steigende Preise und geschwächte Versorgung treffen Mittelstand, Unternehmen und Bürger.
Der Ansatz
Bad Homburg setzt auf kommunale Verantwortung statt Fernsteuerung: einen pragmatischen Energiemix aus Bio-Methan, Abwärmenutzung, moderner Wärmespeicherung, dezentraler Nahwärme und – bei nachgewiesener Sicherheit – der Prüfung weiterer Optionen. Überschüsse sollen gespeichert und im Winter nutzbar gemacht werden.
Unser Ziel Versorgungssicherheit statt Ideologie – unabhängig, verlässlich und bezahlbar für Bad Homburg.
5.Altersfreundliche Innenstadt – mobil und selbstständig
Bad Homburg wird älter – und unsere Innenstadt muss das widerspiegeln.
Viele Wege sind für ältere Menschen heute zu weit.
In der Fußgängerzone werden an 3 festen Mobilitäts-Stationen für Senioren Elektromobile bereit gestellt – die nach Registrierung und Einweisung nutzbar sind. Das bringt mehr Teilhabe, mehr Kunden für den Handel und eine Innenstadt für alle Generationen